Saison Eröffnung Mecklenburgische Seenplatte vom 25. bis 29. Mai 2016


Bericht zur Saison Eröffnung Fahrt LRC an die mecklenburgische Seenplatte

Saisoneröffnung Mecklenburgische Seenplatte vom 25. – 29. Mai 2016

Bericht zur Saisoneröffnungsfahrt LRC an die Mecklenburgische Seenplatte

Erster Tag, Mittwoch, Anreise:

Von langer Hand durch unseren erfahrenen Road Captain Peter Schmidt mit Anettes Unterstützung geplant, hatte das Lahn-River-Chapter 2016 zu einer ungewöhnlich langen Eröffnungsfahrt eingeladen. Ziel war der Woblitzsee, einer der „platten“ Mecklenburgischen Seen. Das Luxus-Campingareal „Haveltourist“ war unser Ziel und gleichzeitig Ausgangspunkt für diverse Erkundungsfahrten im nordostdeutschen Raum.

In einer Sternfahrt pilgerten alle süd- und mittelhessischen Tour Teilnehmer am frühen Mittwochmorgen zum vereinbarten Treffpunkt, der Raststätte Reinhardshain an der A5. Mit 14 Bikes, eins davon auf einem „Kastenhänger“, ging’s los in Richtung Norden über die A7 zum Rasthof Kassel. Dort stießen die Westerwälder und die Nordhessen dazu. Über Göttingen, Salzgitter, Braunschweig und Wolfsburg ging’s im Harley-Konvoi weiter bis nach Magdeburg zur Mittagspause am Autohof. Leider war die dortige Gaststätte wegen Reichtum geschlossen und wir mussten kulinarisch vorlieb nehmen mit dem Angebot des Tankstellenshop’s – naja, es sind alle satt geworden! Konditionell hatte zu diesem Zeitpunkt das eine oder andere Bike bereits Probleme: Jörgs VROD ging die Puste aus und er musste einen kleinen Abstecher zum „Freundlichen“ in Magdeburg machen. Hier hatte jedoch die reparaturbedürftige Harley einen deutlich geringeren Stellenwert, als das körperliche Wohlbefinden der Werkstattmitarbeiter. Der Rest des Konvois setzte sein Tour Richtung Berlin fort. Nach unzähligen, monotonen Autobahnkilometern sind wir am Nachmittag schließlich nördlich von Berlin von der Autobahn abgefahren und der Bundesstraße über Oranienburg Richtung Neubrandenburg / Neustrelitz gefolgt, und erreichten nach einem abschließenden Tankstopp gegen 18:00 Uhr unser Ziel am Woblitzsee. Dort hatte Peter S. eine Reihe Mobilhome‘s reserviert, die direkt nach der Ankunft von den Chapter-Mitgliedern bezogen wurden. Der Anblick war spektakulär: 10 „Container“ nebeneinander, und vor Jedem mindestens eine Harley. Auch die Haveltourist-Fauna war beachtlich: die Mobilhome’s waren allesamt umzingelt von blutrünstigen und gefräßigen Mücken auf der Suche nach „Frischfleisch“ und durch den einen oder anderen Container führte auch eine stattliche Ameisenstraße. Aber nach der anstrengenden Anreise waren alle Tour Teilnehmer hungrig und der Abend endete mit kulinarischen Köstlichkeiten (besonders zu empfehlen war der Elsässer Flammkuchen) und netten Gesprächen in der Camping-Klause. Zwischenzeitlich waren auch Jörg und Alex von ihrer Odysee zu HD Magdeburg mit neuem Luftschlauch auf dem Campingplatz eingetroffen und hatten natürlich viel zu erzählen. Wer den Schaden hat……

Zweiter Tag, Donnerstag, Fronleichnam (aber nicht in MeckPomm):

Nach einer kurzen, unruhigen Nacht in ungewohnten „King-Size-Betten“ wurden wir standesgemäß von Peter Hartmann’s Road King Auspuff auf dem Weg zum Frühstücksbuffet geweckt. Auch das allergiegeplagte Antlitz von Sister S. war nach dem Schönheitsschlaf wieder auf die ursprüngliche Größe abgeschwollen. So konnten sich Alle einem ausgiebigen Frühstück widmen. Um Punkt 9 Uhr war dann Abritt zur Tagestour nach Schwerin. Durch’s Müritzer Land cruisten wir im Konvoi in nordwestlicher Richtung über Parchim nach Schwerin. Dabei verdunkelte sich der Himmel immer mehr und es war pures Glück, dass wir die Mecklenburgische Landeshauptstadt mit trockenen Reifen erreichten. Die Parkplatzsuche für alle unsere Bikes gestaltete sich schwieriger als gedacht, aber glücklicherweise war LIDL uns wohlgesonnen. Zu Fuß enterten wir dann den Schweriner Jachthafen und das dortige Restaurant des Segelclubs zur gemeinsamen Nahrungsaufnahme. Zur anschließenden Stadtrundfahrt im „Petermännchen“ erwartete uns dann ein Kleinbus mit Anhänger zur gemütlichen Sightseeingtour bei Nieselregen durch Schwerin. Dabei nutzte die holde Weiblichkeit einen Zwischenstopp für einen kurzen Shoppingtrip und der eine oder andere Harleytourist wurde aufgrund des üppigen Mittagsmahls vom Schönheitsschlaf übermannt. Nach ca. einer Stunde war die informative Stadtrundfahrt durch die einzelnen Stadtbezirke auch schon wieder vorbei und es blieb Zeit für einen kurzen Stadtbummel oder ein Heißgetränk! Die Rückfahrt zum Woblitzsee startete dann um ca. 16:00 Uhr bei bedecktem Himmel und Regenkleidung, der große Regen blieb aber glücklicherweise aus. Ob das wohl an der abschreckenden Einfärbung von Michael’s Regenkombi gelegen hat? (Ohne Sonnenbrille kaum zu ertragen …..!) Zurück am Woblitzsee ließ sich dann auch die Sonne wieder blicken und wir konnten die zwischenzeitlich eingetroffene Sabine aus Regensburg begrüßen. Der erlebnisreiche Tag endete wie tags zuvor mit dem Abendessen im Campingrestaurant.

Dritter Tag, Freitag, die Ostsee ruft:

Die zweite Nacht in den Mobilhome’s war für fast alle deutlich erholsamer, man hatte sich mit dem kleineren Platzangebot irgendwie arrangiert. Beim Frühstücksbuffet waren nur ausgeschlafene Gesichter zu entdecken! Um 9:00 war Abritt in Richtung Ostsee. In nordöstlicher Richtung fuhren wir über Neustrelitz und Neubrandenburg vorbei an teils wunderhübschen Plattenbauten (Erich lässt grüßen…) auf die zweigeteilte Ostseeinsel Usedom, heute waren 21 Bikes dabei! Das Wetter hat uns trotz 3 -5 Regentropfen auf den Visieren kurz vor dem Begrüßungsschild der Sonneninsel Usedom nicht im Stich gelassen. Erster Halt auf der Insel war der Aldiparkplatz in Usedom. Nach ausreichend Getränken, Doppelkeksen und Nikotin fuhren wir quer über die Insel zu unserer ersten Attraktion, der Sandskulpturenausstellung kurz vor Swinemünde an der polnischen Grenze. Hier waren tolle Sandskulpturen der unterschiedlichsten Themenbereiche zu bestaunen und Herbert konnte bei der Gelegenheit seine umfangreiche Totenkopfsammlung ergänzen. Andere wiederum machten einen kleinen Ausflug zu Fuß über die polnische Grenze, um das eine oder andere „Schnäppchen“ zu ergattern! Im beeindruckenden Konvoi mit viel gutem Auspuffsound fuhren wir dann durch Ahlbeck’s Innenstadt direkt an die Strandpromenade zur Mittagspause. Nach dem Mittagessen auf der Sonnenterrasse von Leo’s Wirtshaus nutzten einige Biker die Gelegenheit zum Besuch der Ahlbecker Seebrücke oder zu einem kleinen Strandspaziergang an der Ostsee. Gegen 16:00 Uhr erfolgte der Abritt zur Rückfahrt in Richtung Havelberge auf der gleichen Route, wie auf der Hinfahrt. Nach dem obligatorischen Tagesabschlusstanken erreichten wir gegen 18:30 Uhr und nach ca. 280 Km wieder unser Hauptquartier.

Vierter Tag, Samstag, Entspannung vor der Heimreise:

Der heutige Tag sollte, aufgrund der bevorstehenden 650 Km langen Heimfahrt am Sonntag, etwas entspannter verlaufen. Peter S. hatte eine kleine Ausfahrt durch den Müritz-Nationalpark geplant und ein Einsehen mit den übermüdeten Bikern: der Abritt fand heute erst um 9:30 Uhr statt und es war „ausschlafen“ angesagt. Nach dem Frühstück und bei herrlichem Sonnenschein starteten wir also unsere Müritz-Rundfahrt über kleine und kleinste Kurvenpisten quer durch die Mecklenburgische Seenlandschaft. Unsere erste „Zigarettenpause“ führte uns auf einen schattigen Waldparkplatz mit Original DDR-Dixi’s der Modelle „Erich“ und „Margot“ – herrliche Ostalgie! Weiter ging’s dann über Röbel zu unserem Zwischenziel nach Waren an der Müritz. Hier profitierten alle von Peter Schmidts Bekanntheitsgrad bei deutschen Parkplatzwächtern und wir wurden freundlich begrüßt und eingewiesen. Die 2 Stunden Zeit zur freien Verfügung nutzte jeder auf seine Art: ausgedehnte Altstadtspaziergänge, Bummeln an der Hafenpromenade oder einfach nur der Besuch einer der zahlreichen Hafengastronomen. Einzelne Bikerinnen wurden sogar bei der Schnäppchenjagd in ortsansässigen Schmuckboutiquen ertappt. Obligatorisch für fast jeden von uns war dann auch der Genuss eines Fischbrötchens am Hafen. Kurz vor der Weiterfahrt hatte Sister S. dann noch alle Hände voll zu tun bei der Versammlung aller Biker auf der Hafenmole zum üblichen Gruppenfoto und hier schreckte sie auch nicht davor zurück, wildfremde Männer für ihre Dienste anzuquatschen und einzuspannen. Gegen 14:00 Uhr setzte sich der Harley-Konvoi mit großem Getöse wieder in Bewegung auf den Weg in Richtung Woblitzsee, wo wir nach dem Volltanken gegen 16:00 Uhr wieder eintrafen! Aufgrund der schlechten Wetterprognose für den bevorstehenden Heimreisetag traten einige Biker bereits am Samstagnachmittag die Heimreise an, der Rest verbrachte einen kurzweiligen Sommerabend auf der Restaurantterrasse.

Fünfter Tag, Sonntag, Heimreise – 650 Km Autobahn lagen vor uns:

Das Ende unsere Eröffnungsfahrt war gekommen und die Heimreise wurde in Angriff genommen. Bereits früh morgens machte sich eine gewisse Hektik in unserer „Wohnwagenburg“ breit. Die Bikes wurden gesattelt und die Taschen gepackt. Der Himmel war stark bewölkt und kräftige Gewitter waren angekündigt, alle Biker fieberten einem baldigen Abritt entgegen. Gut verpackt in wasserdichte Regenkleidung setzte sich der Konvoi der Harley-Freaks gegen 9:00 Uhr in Bewegung. Bereits nach ca. 20 Km lockerte aber die Bewölkung bereits auf und kurze Zeit später war keine Wolke mehr am Himmel zu entdecken. Natürlich stiegen dann die Temperaturen der Bikes und der Biker genauso schnell wie die Außentemperaturen, sodass, kaum auf der Autobahn aufgefahren, schon der erste Stopp eingelegt wurde, um sich aus den viel zu warmen Klamotten zu schälen. Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein war der nächste Halt unsere Mittagspause am Autohof Magdeburg. Nach der einen oder anderen kulinarischen Köstlichkeit und neuem „Saft“ für unsere Tanks wurden die nächsten Autobahnkilometer in Angriff genommen, aber jäh durch das tieffliegende Nummernschild von Sister S. unterbrochen. Sylvias Sporty hatte wiedermal ihren Kennzeichenhalter abgeworfen. Am „seidenen Faden“ gehalten konnte Alex den Patienten sicherstellen und von nun an fuhr Silvia anonym durch Deutschland. Ohne weitere Vorkommnisse und bei zwischenzeitlich stark bewölktem Himmel setzten wir unsere Fahrt fort und wurden nur durch dichten Verkehr und einen baustellenbedingten Stau zwischen Salzgitter und Kassel etwas ausgebremst. Zum Glück blieben wir von den angekündigten Gewittern verschont und erreichten am Nachmittag trockenen Fußes das sonnige Kassel. Hier trennte sich die Gruppe auf und man verabschiedete sich, die Einen fuhren über die A7 weiter Richtung Vogelsgebirge und Wetterau und die Anderen über die A49 / B3 Richtung Marburg und Gießen. Ab ca. 19:00 war Hochbetrieb im LRC-WhatsApp-Kanal und jeder Teilnehmer meldete der Reihe nach, dass er gut zu Hause angekommen sei.

Somit ging eine tolle Saisoneröffnungsfahrt 2016 mit vielen Erlebnissen und Highlights zu Ende und alle Teilnehmer waren sich einig: schön war’s, toll, dass wir dabei waren und beim nächsten Mal gerne wieder! An dieser Stelle gilt unser aller Dank Peter und Anette für die tolle Organisation und Durchführung – es war Spitze. Auch Petrus sei gedankt: in 5 Tagen über 2000 Km ohne Regen – was will man mehr?

Euer Hartwig und eure Beate


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